Das menschliche Leben bringt viele Schwierigkeiten, Probleme und Leiden mit sich. Insbesondere als Christ fragt man sich oft, warum Gott diese Schwierigkeiten nicht einfach beseitigt, er ist doch allmächtig und könnte das tun. Selbst wenn man viel dafür betet, bleiben manche Umstände trotzdem bestehen. Eine Antwort findet man unter anderem im Philipperbrief. Der Brief wurde von dem Apostel Paulus an die Gläubigen in Philippi geschrieben, als er sich in Gefangenschaft befand. Paulus war ein Mensch, der sehr viel gelitten hat und viele Schmerzen ertragen hat. Aber nicht um seinetwillen, sondern um des Evangeliums Christi willen. Er ist uns solch ein Vorbild geworden, wie wir mit den Leiden umgehen sollen und können. Er schreibt in Philipper 1:19-21:
„denn ich weiß, dass mir dies [seine schwierige Situation] zur Errettung dienen wird durch euer Gebet und durch die reiche Versorgung mit dem Geist Jesu Christi, wie ich sehnlich erwarte und hoffe, dass ich in nichts zuschanden werde, sondern dass mit allem Freimut, wie immer, so auch jetzt, Christus groß gemacht wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod; denn zu leben ist für mich Christus und zu sterben Gewinn.“
Das ist eine ganz andere Blickweise auf das Leiden, es soll uns zur Errettung dienen. Und Christus soll dadurch groß gemacht werden an unserem Leib. Das ist auch meine persönliche Erfahrung, dass ich besonders in den schwierigen Situationen mehr zu Jesus gekommen bin und erfahren habe, wie er mich durchträgt und es benutzt, um mich mehr in sein Bild umzugestalten. Ich darf die Prüfungen von ihm annehmen, sogar mit Freuden, und sicher sein, dass er damit ein wunderbares Ziel hat und dass am Ende alles zu seiner Verherrlichung dient.
Manuela W.
