Wer wir sind
Eigentlich könnte die Antwort so einfach sein: Wir sind Menschen, die an Jesus Christus glauben und daher, wie es in der Bibel heißt, auch zu seiner Gemeinde gehören. Aber leider hat sich die Gemeinde seit ihrer Entstehung im ersten Jahrhundert vom biblischen Vorbild weit entfernt und viele fremde Elemente angenommen. Darum möchten wir auf die Frage, wer wir sind, noch etwas näher eingehen.
Die Gemeinde
Was ist das für eine Gemeinde, von der Jesus sagt: „Ich will meine Gemeinde bauen“? (Matthäus 16:18)
Diese Frage bewegte vor rund fünfzig Jahren einige Christen, die ein Gemeindeleben beginnen wollten, das sich eng am Wort Gottes orientiert. Mit der Überzeugung, dass der gekreuzigte und auferstandene Herr selbst seine Gemeinde baut, suchten sie ihn im Gebet und beim Lesen der Bibel. Sie waren bereit, alles hinter sich zu lassen, was nicht mit Christus und seinem Wort übereinstimmte.
Traditionen und Strukturen überdenken
Sie stellten die bestehenden, oft starren Gemeindestrukturen infrage und überdachten herkömmliche Gottesdienstformen und Traditionen. Gleichzeitig verließen sie eigene liebgewordene Praktiken, um dem biblischen Vorbild von Gemeinde möglichst nahe zu kommen.
Wie im Neuen Testament beschrieben:
- ließen sie statt eines Pastors mehrere Älteste gemeinsam leiten
- und verzichteten auf übergeordnete Organisationen, da ein solches Modell im Neuen Testament nicht vorkommt
Dort finden wir ausschließlich Gemeinden, die nach ihrem Ort benannt sind: die Gemeinde in Jerusalem, die Gemeinde in Korinth, die Gemeinde in Ephesus … Innerhalb des jeweiligen Ortes wurde die Einheit gewahrt. Im Vertrauen auf Gott und sein Wort haben wir den Schritt gewagt, nach diesem Vorbild Gemeinde zu bauen.
Das Negativ-Beispiel in Korinth
Als sich dennoch damals in der Gemeinde in Korinth (ca. 55 n. Christus) konkurrierende Gruppen bildeten aufgrund persönlicher Vorlieben für verschiedene Lehrer, reagierte der Apostel Paulus heftig: „Ist Christus denn zerteilt?“
Denn die Gemeinde in Korinth ist der Leib Christi an diesem Ort und der darf nicht auseinandergerissen werden.
Fast jeder Brief im Neuen Testament
- ruft zur Einheit auf
- oder warnt vor Spaltung
Auch heute ist diese Einheit sehr umkämpft, und es gibt viele Gründe, warum Christen an einem Ort getrennte Wege gehen. Doch generell ist keiner dieser Gründe vor Gott gerechtfertigt. Jesus selbst betete dafür, dass alle Gläubigen eins seien (Johannes 17:20–23). Diese Einheit ist also möglich! Einheit beginnt dort, wo wir leben, an unserem Ort.
Unsere gemeinsame Grundlage
Diese Haltung prägt uns bis heute:
- Eins miteinander
- Eins mit allen, die Christus durch eine bewusste Glaubensentscheidung aufgenommen haben – die Bibel nennt das Wiedergeburt
Durch die Wiedergeburt sind wir Kinder Gottes, also Geschwister, und teilen denselben kostbaren Glauben. Dieser Neuanfang verändert und verbindet uns Menschen.
Weniger ist mehr
Weniger Organisation bedeutet mehr Raum für Christus als den Erbauer der Gemeinde. Wo begabte Menschen nicht erhöht werden, bleibt mehr Raum für Christus als das Haupt seines Leibes.
Wir stehen für Echtheit und Wirklichkeit in Christus und meiden Show und Übertreibung. Wir möchten nicht durch professionelle Musik beeindrucken, sondern mehr durch frische Lieder voller Glaubenserfahrung und biblischer Wahrheit; nicht durch perfekte Reden, sondern durch viele authentische Zeugnisse, wie Jesus heute zu uns spricht und in unserem Leben wirkt.
Unser Anliegen
So besteht unser Anliegen einerseits darin, dass noch viele Menschen das Evangelium von Jesus Christus hören und errettet werden, andererseits jedoch möchten wir uns dem Herrn für den Aufbau seiner Gemeinde zur Verfügung stellen. In diesem Sinn beten wir auch, dass sein Name geheiligt werde, sein Reich komme und sein Wille geschehe. Jeder ist herzlich eingeladen, uns zu besuchen und zu sehen, was Gott getan hat und gerade tut. Und seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie bei uns weder den gewohnten Gottesdienstablauf noch eine Liturgie vorfinden, dafür aber viele Geschwister, die miteinander aufgebaut werden und die Versammlung mittragen durch das, was sie mit Gott erleben oder im Wort Gottes entdecken.
Jeder ist herzlich willkommen
Jeder ist eingeladen zu sehen, was durch Gottes Gnade möglich wird, wenn man auf Christus baut, seinem Wort folgt und allein ihn verherrlicht. Als Gemeinschaft sind wir offen für alle, egal ob jemand viel, wenig oder gar keine Erfahrung mit dem Glauben hat.